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Am 19. Juni fand im belgischen Hasselt die Abschlusskonferenz
der in allen Partnerregionen der Euregio Maas-Rhein (EMR)
- Niederländisch Limburg, Belgisch Limburg, Provinz Lüttich,
Deutschsprachige Gemeinschaft und der Regio Aachen -anerkannten
beruflichen Zusatzqualifikation "Euregiokompetenz - Plus"
statt. Anwesend bei dieser Veranstaltung waren Vertreter der
fünf Partnerregionen sowie Vertreter der Berufskollegs
und der verschiedenen Einrichtungen für die berufliche
Bildung. Auch die Handwerkskammer für die Region Aachen
und die IHK Aachen als für die deutsche Berufsausbildung
zuständige Stellen waren vertreten. Alle diese Partner
haben bei der inhaltlichen Gestaltung des Interreg-Projektes,
dessen Förderphase am 30. Juni dieses Jahres endet, mitgewirkt
und tragen somit auch die Ergebnisse mit.
Ziel war die Angleichung von Berufsausbildungen und damit
die Verstärkung der Mobilität von Arbeitnehmern
innerhalb der Euregio. Teilnehmer, die diese Zusatzqualifikation
erfolgreich abgeschlossen haben, bringen alle Voraussetzungen
mit, um innerhalb der Euregio Maas-Rhein einen heimatnahen,
qualifizierten Arbeitsplatz annehmen zu können. Im Rahmen
des Projektes wurden die Ausbildungsinhalte von 10 Berufen
(Koch, Restaurantfachmann, Elektroinstallateur, Berufskraftfahrer,
Chemielaborant, Fachkraft für Schutz und Sicherheit,
Fachkraft Lager/Logistik, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker,
Bürokaufmann) verglichen. Trotz unterschiedlicher Ausbildungssysteme
wurden inhaltlich nur wenige Unterschiede festgestellt. Fehlende
Kompetenzen in einzelnen Regionen können nun in Form
von sogenannten Brückenqualifikationen allen Teilnehmern
innerhalb ihrer Ausbildung vermittelt werden.
Zusätzlich erlernen die Auszubildenden an den Berufskollegs
und Bildungseinrichtungen innerhalb der Euregio noch eine
der euregionalen Fremdsprachen (Niederländisch, Französisch,
Deutsch), werden für die kulturellen Unterschiede der
jeweiligen Partnerregionen sensibilisiert und erhalten Einsicht
in die unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialstrukturen
der Nachbarregionen. Als Abschluss dieser Zusatzqualifikation
absolvieren sie ein mindestens zweiwöchiges Praktikum
in der Region, deren Sprache sie erlernt haben.
Durch die Brückenqualifikationen haben sie auch die Voraussetzungen
für eine transparente Beurteilung ihrer Ausbildungen
in allen Partnerregionen geschaffen. Die Inhalte dieses Projekts
werden Bestandteil der bestehenden Systeme der beruflichen
Bildung innerhalb der Euregio Maas-Rhein.
Nach der Begrüßung durch den Abgeordneten der
Provinz Belgisch Limburg, Herrn Frank Smeets, und einem Rückblick
auf das Projekt durch den Koordinator der EMR, Fred Evers
sowie der Projektkoordinatorin Christa Slooten, war ein Höhepunkt
der Veranstaltung eine Diskussionsrunde mit Schülern,
Lehrern und Arbeitgebern, die über ihre Erwartungen und
Erfahrungen im Zusammenhang mit den Praktika berichteten.
Lehrer und Arbeitgeber, aber vor allem die Schüler werteten
diese Praktika als eine sehr wichtige Erfahrung. Zum Abschluss
der Veranstaltung wurden 14 Berufskollegs und andere Einrichtungen
der beruflichen Bildung aus den Partnerregionen als "Euregiokompetenz
- Zentrum" anerkannt. Dieses Anerkennungzertifikat haben
sie aufgrund einer Qualitätsprüfung erworben. Bei
dem in den Niederlanden und in Belgien traditionellen abschließenden
Umtrunk verabschiedeten sich die Teilnehmer, die nun einige
Jahre zusammen gearbeitet und viel voneinander gelernt haben,
in der Hoffnung, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit in Nachfolgeprojekten
aufgegriffen und weiter entwickelt werden.
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