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Euregiokompetenz

 

Die Berufliche Zusatzqualifikation "Euregiokompetenz"

Die berufliche Zusatzqualifikation "Euregiokompetenz" ermöglicht Auszubildenden nach ihrer Ausbildung in den Nachbarländern der EUREGIO Maas-Rhein (EMR) zu arbeiten und zu leben. Den Anwärtern werden mit dieser Zusatzqualifikation Kompetenzen vermittelt, die es ihnen ermöglichen, später im euregionalen Wirtschaftsraum und auf dem Arbeitsmarkt der EUREGIO Maas-Rhein schneller und einfacher eine Beschäftigung zu finden. Neben dem Erlernen einer zusätzlichen Fremdsprache aus der EMR (Deutsch, Französisch oder Niederländisch) und dem Thematisieren der einzelstaatlichen Systeme werden auch kulturelle Kenntnisse über die verschiedenen EMR-Länder vermittelt. Die Teilnehmer lernen des weiteren die wichtigsten Vorschriften und Verfahren der Teilregionen der EMR zu den Themen Arbeit, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt, Versicherungswesen und Rechtslage. Darüber hinaus wird ihnen auch vermittelt, mit unbekannten Situationen umzugehen und offen für Veränderungen zu sein. Abschließend findet ein mindestens zweiwöchiges Euregiokompetenz-Praktikum statt.

Das Euregiokompetenz-Zertifikat, welches mit dieser Zusatzqualifikation erworben werden kann, wird unter der Schirmherrschaft der EUREGIO Maas-Rhein von der eigenen Partnerregion ausgestellt und von den anderen vier Partnerregionen anerkannt. Mit diesem Zertifikat weisen die Absolventen nach, dass sie mit euregionalen Arbeitskollegen, Kunden und Geschäftspartnern in deren eigener Sprache umgehen können, dass sie deren Kultur kennen und ein vielseitiges Wissen über Gesetzgebung, Bestimmung und Arbeitspraxis im gesamten Wirtschaftsraum der EUREGIO Maas-Rhein besitzen.


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Weitere Informationen zur "Euregiokompetenz" finden Sie unter: http://www.euregiokompetenz.de

Abschlussbericht

Am 19. Juni fand im belgischen Hasselt die Abschlusskonferenz der in allen Partnerregionen der Euregio Maas-Rhein (EMR) - Niederländisch Limburg, Belgisch Limburg, Provinz Lüttich, Deutschsprachige Gemeinschaft und der Regio Aachen -anerkannten beruflichen Zusatzqualifikation "Euregiokompetenz - Plus" statt. Anwesend bei dieser Veranstaltung waren Vertreter der fünf Partnerregionen sowie Vertreter der Berufskollegs und der verschiedenen Einrichtungen für die berufliche Bildung. Auch die Handwerkskammer für die Region Aachen und die IHK Aachen als für die deutsche Berufsausbildung zuständige Stellen waren vertreten. Alle diese Partner haben bei der inhaltlichen Gestaltung des Interreg-Projektes, dessen Förderphase am 30. Juni dieses Jahres endet, mitgewirkt und tragen somit auch die Ergebnisse mit.

Ziel war die Angleichung von Berufsausbildungen und damit die Verstärkung der Mobilität von Arbeitnehmern innerhalb der Euregio. Teilnehmer, die diese Zusatzqualifikation erfolgreich abgeschlossen haben, bringen alle Voraussetzungen mit, um innerhalb der Euregio Maas-Rhein einen heimatnahen, qualifizierten Arbeitsplatz annehmen zu können. Im Rahmen des Projektes wurden die Ausbildungsinhalte von 10 Berufen (Koch, Restaurantfachmann, Elektroinstallateur, Berufskraftfahrer, Chemielaborant, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Fachkraft Lager/Logistik, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Bürokaufmann) verglichen. Trotz unterschiedlicher Ausbildungssysteme wurden inhaltlich nur wenige Unterschiede festgestellt. Fehlende Kompetenzen in einzelnen Regionen können nun in Form von sogenannten Brückenqualifikationen allen Teilnehmern innerhalb ihrer Ausbildung vermittelt werden.

Zusätzlich erlernen die Auszubildenden an den Berufskollegs und Bildungseinrichtungen innerhalb der Euregio noch eine der euregionalen Fremdsprachen (Niederländisch, Französisch, Deutsch), werden für die kulturellen Unterschiede der jeweiligen Partnerregionen sensibilisiert und erhalten Einsicht in die unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialstrukturen der Nachbarregionen. Als Abschluss dieser Zusatzqualifikation absolvieren sie ein mindestens zweiwöchiges Praktikum in der Region, deren Sprache sie erlernt haben. Durch die Brückenqualifikationen haben sie auch die Voraussetzungen für eine transparente Beurteilung ihrer Ausbildungen in allen Partnerregionen geschaffen. Die Inhalte dieses Projekts werden Bestandteil der bestehenden Systeme der beruflichen Bildung innerhalb der Euregio Maas-Rhein.

Nach der Begrüßung durch den Abgeordneten der Provinz Belgisch Limburg, Herrn Frank Smeets, und einem Rückblick auf das Projekt durch den Koordinator der EMR, Fred Evers sowie der Projektkoordinatorin Christa Slooten, war ein Höhepunkt der Veranstaltung eine Diskussionsrunde mit Schülern, Lehrern und Arbeitgebern, die über ihre Erwartungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit den Praktika berichteten. Lehrer und Arbeitgeber, aber vor allem die Schüler werteten diese Praktika als eine sehr wichtige Erfahrung. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden 14 Berufskollegs und andere Einrichtungen der beruflichen Bildung aus den Partnerregionen als "Euregiokompetenz - Zentrum" anerkannt. Dieses Anerkennungzertifikat haben sie aufgrund einer Qualitätsprüfung erworben. Bei dem in den Niederlanden und in Belgien traditionellen abschließenden Umtrunk verabschiedeten sich die Teilnehmer, die nun einige Jahre zusammen gearbeitet und viel voneinander gelernt haben, in der Hoffnung, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit in Nachfolgeprojekten aufgegriffen und weiter entwickelt werden.