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Das Berufskolleg Stolberg hat bereits 1994 einen europäischen
Weg der beruflichen Qualifizierung eingerichtet, der den Erwartungen
der Wirtschaft, aber auch dem Maastrichter Vertrag von 1993
mit seiner Forderung nach einer "europäischen Dimension"
in der beruflichen Bildung in besonderem Maße Rechnung
trägt.
Das "Stolberger Modell" versucht in seinem Ausbildungsgang
"Industriekauffrau/ -kaufmann mit Europa-Qualifikation"
durch verstärkten fremdsprachlichen Unterricht, fächerübergreifende
und bilinguale Module sowie durch handelndes Lernen im Rahmen
eines Auslandsaufenthaltes (z.B. in England, Frankreich, Belgien,
Spanien, Portugal, Finnland), der fakultativer Bestandteil
der Berufsausbildung ist, berufliche Handlungskompetenz mit
internationalen Erfahrungen zu verbinden.
Dieser neue Ansatz ist nicht nur auf die breite Zustimmung
der Unternehmen in der Grenzregion gestoßen, sondern
wird auch von der Industrie- und Handelskammer Aachen sowie
von der Europäischen Union in Brüssel unterstützt.
Das "Stolberger Modell" - ein Qualifizierungsweg
mit europäischer bzw. internationaler Dimension - vermittelt
fundierte fachliche Kompetenzen im Bereich Wirtschaft und
Verwaltung sowie sprachliche Kompetenzen in komplexen beruflichen
Handlungssituationen auf globalen Märkten und ermöglicht
interkulturelles Lernen, also Kompetenzen, die jungen Menschen
den Einstieg in ein Arbeitsleben voll internationaler Verflechtungen
erleichtern sollen.
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