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Informations- und Transferstelle

 

Informations- und Transferstelle zur Förderung von internationalen Initiativen in der Berufsbildung in Kammern, Unternehmen und Schulen

Was ist der europäische Referenzrahmen für Sprachen? Wie funktioniert der Europäische Qualifikationsrahmen? Wie kann man einen Teil der Ausbildung im Ausland absolvieren? Europa wächst weiter, wird größer nach außen und komplexer nach innen. Daraus ergeben sich eine Vielzahl von neuen Chancen und Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen und steigende Anforderungen.

Ein wesentlicher Aspekt der europäischen Zusammenarbeit ist die Herausbildung eines europäischen Arbeitsmarktes. Unternehmen expandieren und wechseln ihre Standorte, Tochterfirmen werden gegründet, Kooperationsverträge geschlossen oder Übernahmen eingeleitet. Dies geschieht tagtäglich über die Landesgrenzen hinweg.

Diesem Trend können sich Unternehmen und Arbeitnehmer nicht widersetzen. Die Chancen, die sich bieten, können am effektivsten genutzt werden, wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens über interkulturelle Erfahrungen und Kompetenzen verfügen. Und das gilt nicht nur für die Führungsetagen. Insbesondere für Auszubildende und Berufsanfänger verbessern sich die Karrierechancen durch einen Auslandsaufenthalt. Und entsendende Unternehmen profitieren auf lange Sicht enorm von einer Investition in "europafähige" Mitarbeiter.

Doch nur rund 1 - 2 % aller Auszubildenden in Deutschland absolvieren während der Ausbildung einen Auslandsaufenthalt, um berufspraktische Kenntnisse zu erweitern und Kompetenzen auszubauen. Das ist eindeutig zu wenig!

Die Informations- und Transferstelle der IHK Aachen möchte zur Förderung von internationalen Initiativen und grenzüberschreitender Mobilität einen Beitrag leisten. Seit Anfang 2007 ist sie direkter Ansprechpartner für Fragen rund um die berufliche Mobilität. Ob Auszubildende, die einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbringen möchten, oder Unternehmen und berufsbildende Schulen, die Auszubildende ins Ausland entsenden möchten, die Transferstelle informiert und berät oder vermittelt an kompetente Ansprechpartner weiter.


Leistungen der Transferstelle
Das erklärte Ziel der Transferstelle ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität zukünftiger Arbeitnehmer. Durch Sensibilisierung potentieller Netzwerkpartner für diese Thematik und einer individuellen Beratung von Interessenten will die IHK Aachen ihre Erfahrungen aus dem Bereich der internationalen Berufsbildung weitergeben.

Wer hoch hinaus will, den kann ein Auslandsaufenthalt weit bringen.

Wer hoch hinaus will, den kann ein Auslandsaufenthalt weit bringen.

Ausbau und Intensivierung der bereits bestehenden Unterstützungs- und Beratungsstrukturen fördern den Aufbau einer Plattform zum Erfahrungsaustausch, die einerseits andere Kammern sowie Betriebe und Schulen bei Projektaufbau und -management unterstützt und andererseits Raum bietet für gemeinsame Entwicklung neuer Kooperationsansätze.

Umfassende Information und qualifizierte Beratung aller interessierter Partner ist das Hauptanliegen der Informations- und Transferstelle. Konkret bedeutet dies:
  • Hilfe bei der Initiierung von Projekten in Hinblick auf Realisierbarkeit, Fördermöglichkeiten und Antragsstellung,
  • Bewertung konkreter Projektideen,
  • Netzwerkbildung mit anderen Institutionen, die ebenfalls Hilfestellung geben können,
  • Suche und Ansprache geeigneter Partner,
  • Vernetzung mit Akteuren, die ähnliche Projekte verfolgen,
  • Vernetzung mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildung,
  • Inhaltliche Begleitung bei Entwicklung und Durchführung von Projekten,
  • Empfehlung guter Beispiele zur Nachahmung und Weiterverbreitung innovativer Ansätze,
  • Beratung von Auszubildenden und jungen Arbeitnehmern, die in Eigenregie einen Auslandsaufenthalt organisieren möchten.

Qualifikationen für Auslandsaufenthalte

Die zunehmende Verdichtung des Wirtschaftraums Europas und das Zusammenwachsen des europäischen Arbeitsmarktes erfordern europafähige Arbeitnehmer. Diese zeichnen sich durch drei wesentliche Schlüsselqualifikationen aus:

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • interkulturelle Kompetenzen
  • spezifische branchenbezogene internationale Fachkenntnisse.

Ein geeignetes Instrument für den Erwerb solcher Fähigkeiten ist die grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen Erstausbildung. Eine Orientierungshilfe und erste Informationen für die Planung eines Auslandsaufenthalts finden Sie hier:

  • Die Broschüre "Marktchancen sichern - Personal international qualifizieren" (Link: http://www.na-bibb.de/leonardo_da_vinci_304.html?PAGE=artikel_detail&artikel_id=92) der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bietet einen Leitfaden zur Durchführung von beruflichen Auslandsaufenthalten.
  • Die Broschüre "Auslandsaufenthalte während der betrieblichen Ausbildung" des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (Link: http://www.dihk.de/) gibt Ausbildern ausführliche Tipps und Hinweise zur Organisation eines Auslandsaufenthalts für Auszubildende. Die Broschüre ist unter Publikationen - Ausbildung aufrufbar.
  • Die Broschüre "Weiterbildung ohne Grenzen" der Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Aus- und Weiterbildung im Ausland (IBS) im Hause der InWEnt gGmbH bietet einen Überblick über rund 160 Angebote zur beruflichen Auslandsqualifizierung. Die Broschüre kann hier (Link: http://ibs-anfrage.inwent.org/formular.php?task=bestellung) kostenlos bestellt werden.

Berichte und Dokumentationen
Hier finden Sie den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008, aufrufbar als PDF-Datei, Dateigröße: 71 KB.
  Hier finden Sie den Zwischenbericht für das Jahr 2009, aufrufbar als PDF-Datei, Dateigröße: 90 KB  

Links
Auf folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen rund um die Möglichkeiten der Mobilität in der beruflichen Bildung:

Weitere Informationen
Detailliertere Informationen zur "Informations- und Transferstelle" lassen wir Ihnen gerne auf Anfrage zukommen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Presse

International mobil sein als Azubi oder Fachkraft

Die IHK macht Azubis und junge Fachkräfte mobil, damit sie über Auslandsaufenthalte ein Plus mehr in ihrem Lebenslauf haben und ihre Berufschancen steigern. Die Aachener Kammer ist auf diesem Gebiet seit über 20 Jahren aktiv und auf Mobilität in der beruflichen Bildung besonders spezialisiert.

Das IHK-Projekt unter dem Namen „Ausbildung International“ umfasst die Informations- und Transferstelle - eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Beratungsinitiative - die für das ganze Bundesgebiet zuständig ist, sowie eine speziell für den Kammerbezirk der IHK Aachen zuständige Mobilitätsberaterin.

Die IHK-Mitarbeiter von „Ausbildung International“ beraten alle, die in der beruflichen Bildung mobiler werden wollen: Kammern, Schulen, Unternehmen, Auszubildende und junge Fachkräfte. Die IHK-Projektstelle beantwortet allgemeine Fragen zu Auslandsaufenthalten, internationalen Ausbildungsinitiativen und unterstützt bei Konzeption und Durchführung von Mobilitätsprojekten.

„Ausbildung International“ ermöglicht Auszubildenden, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu verbringen, um Fremdsprachen, branchenbezogene Fachkenntnisse sowie interkulturelle Kompetenzen zu erwerben oder sich als junge Fachkraft international weiter zu qualifizieren.

Die IHK Aachen führt darüber hinaus eigene Programme durch:

In Frankreich:

Deutsch-französische Ausbildung Industriekaufmann/-frau – BTS Comptabilité-Gestion (zweijährige duale Ausbildung mit deutschem und französischem Abschluss, Paris)

BTS Commerce International in Paris (zweijähriges Kurzstudium, Paris)

Deutsch-französischer Austausch in der Gastronomie (3 Wochen, Challes-les-Eaux)

In England:

Intensivseminar „Doing Business in the English-Speaking World“ (3 Wochen, London)

Bachelor (BA) of Business and Management (berufsbegleitendes zweijähriges Studium, Aachen/London)

Master of Business Administration (MBA) (berufsbegleitendes zweijähriges Studium, Aachen/London)

In Spanien:

Intensivseminar „Wirtschaftskultur im spanischen Sprachraum“ (3 Wochen, Madrid od. Barcelona)

Weiterbildungszertifikat „Kaufmann/Kauffrau International (AHK) – Schwerpunkt Spanien“ (6 Monate, Madrid)

In den Niederlanden:

Ausbildung im Hotel- und Gaststättenmanagement (zweijährige Ausbildung, Heerlen)

Kontakt:

IHK Aachen – Ausbildung International

Projektleiterin: Dr. Angelika Ivens
Tel.: +49 (0)241 4460-352
angelika.ivens@aachen.ihk.de

Informations- und Transferstelle (bundesweit)
Martina Hick
Tel. 0241 / 4460-353
ausbildung.international@aachen.ihk.de

Mobilitätsberatung für den Bezirk der IHK Aachen
Ellen Lenders
Tel. 0241 / 4460-354
ellen.lenders@aachen.ihk.de

Deutsch-französische kaufmännische Ausbildung in Paris
Madeleine Kraus
Tel. 0241 / 44 60-353
ausbildung.international@aachen.ihk.de

Quelle: Wirtschaftliche Nachrichten 07/08 | 2010, S. 41

 

Europa bildet - IHK Aachen verbindet

Ausbilder können sich ab sofort an die IHK Aachen wenden, wenn sie im europäischen Ausland Berufsbildungsprojekte durchführen wollen. Damit soll die Mobilität junger Arbeitnehmer gefördert werden. Bei der neuen "Transferstelle" bekommen sie qualifizierten Rat. Die IHK prüft beispielsweise, ob und wie sich Projekte realisieren lassen und hilft bei der Antragstellung. Die IHK gibt auch Tipps bei der Suche und Ansprache geeigneter Partner im Ausland oder bei der Vernetzung mit Partnern. Adressaten dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative sind alle an der beruflichen Ausbildung beteiligten Partner.

Kontakt: Dr. Angelika Ivens, Martina Hick, IHK Aachen,
Telefon +49-241-4460353
www.ausbildunginternational.de

Quelle: Erschienen in position - IHK-Magazin für Berufsbildung Nr. 4/2007 Seite 28

Zur Ausbildung ins Ausland - Die IHK Aachen zeigt den Weg - Neue Transferstelle zur Förderung europäischer Initiativen in der Berufsbildung

Seit Januar 2007 leistet die Informations- und Transferstelle der IHK Aachen einen Beitrag zur Vermittlung von internationalen Qualifikationen in Aus- und Weiterbildung. Mit Erfolg!

Adressaten dieser neuen Beratungsinitiative sind alle an der beruflichen Ausbildung beteiligten Partner: Schulen, Betriebe, einzelne Interessenten, aber vor allem auch andere Industrie- und Handelskammern, die von den langjährigen Erfahrungen der IHK Aachen auf dem Gebiet der Internationalisierung der Berufsbildung profitieren können.

Die IHK Aachen vermittelt Zusatzqualifikationen und Weiterbildungsmöglichkeiten in London.

Die IHK Aachen vermittelt Zusatzqualifikationen und Weiterbildungsmöglichkeiten in London. Foto: Heiko Geisenhainer

"Die IHK Aachen engagiert sich seit langem für die grenzüberschreitende Mobilität in der Ausbildung. Sowohl die deutsch-französische Ausbildung mit Doppelabschluss in Paris als auch der Gastronomieaustausch mit Challes-les-Eaux können mittlerweile auf eine 20jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. In Zusammenarbeit mit dem European College of Business and Management in London und der AHK London wurden in den letzten Jahren Bachelor- und Masterabschlüsse entwickelt, die als Fernstudiengänge berufsbegleitend absolviert werden können. Darüber hinaus bietet die IHK Aachen vielfältige Möglichkeiten, internationale Zusatzqualifikationen in den europäische Nachbarländern zu erwerben." erklärt Dr. Angelika Ivens, die für die internationalen Programme der IHK Aachen verantwortlich ist.

Grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden sowie von jungen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen wird im zusammenwachsenden Europa und einer zunehmend globalisierten Welt immer wichtiger. Interkulturelle Kompetenzen stellen daher einen wesentlichen Faktor zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland dar. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen Unternehmen Nachwuchskräfte mit soliden fachbezogenen Fremdsprachenkenntnissen und einem Verständnis für ausländische Märkte und deren Unternehmenskulturen. Einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) aus dem Jahre 2006 zufolge benötigt heutzutage fast jeder zweite Erwerbstätige Grundkenntnisse in Fremdsprachen (Englisch-Kenntnisse stehen an erster Stelle, Französisch-Kenntnisse an zweiter Stelle). Auch interkulturelle Kompetenzen sowie Kenntnisse der Arbeitskultur unserer europäischen Nachbarn sind entscheidende Schlüsselqualifikationen. "Für eine Exportnation muss es selbstverständlich werden, dass junge Menschen mobiler werden, Auslandserfahrung sammeln und Brücken zu ausländischen Märkten schlagen", betont Heinz Gehlen, Geschäftsführer der Abteilung Berufsbildung der IHK Aachen.

Das erklärte Ziel der Informations- und Transferstelle ist es daher, mögliche Hemmnisse für europaweite Aus- und Weiterbildung abzubauen. Dazu wurde ein bundesweites Netzwerk zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität aufgebaut. Eine solche Plattform bietet Raum für die gemeinsame Entwicklung neuer Kooperationsansätze und die gegenseitige Unterstützung bei Projektaufbau und -management. Die Informations- und Transferstelle hilft weiterhin dabei, geeignete Partnerinstitutionen im Ausland zu finden und finanzielle Fördermöglichkeiten zu nutzen.

Die Mitarbeiter der Informations- und Transferstelle stehen als Ansprechpartner für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Die Transferstelle wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Quelle: Wirtschaftliche Nachrichten, 10/2007, S. 23